Auf dieser Seite stelle ich gerne jeden Monat ein besonderes Spiel aus meiner Sammlung vor.
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Diesen Monat präsentiere ich:
Der Luzerner Jass des Grafikers und Street-Art-Künstlers Marco Schmid verbindet traditionelle Jasskarten
und einheimische Sagen mit moderner Gestaltung und ergonomischen Details.

Die vier traditionellen Kartenfarben haben je eine eigene Hintergrundfarbe erhalten, damit sie einfacher
zuzuordenen sind. Das ist vor allem bei den Bildkarten wichtig, weil die dargestellten Figuren keine Symbole
halten. Sie sind also nur anhand der goldenen Ecksymbole und der Farben erkennbar. Asse, Banner und Zahlenkarten
verleugnen ihre Herkunft vom Deutschschweizer Standardbild nicht. Die Bildkarten hingegen zeigen anstelle
der bekannten Bilder von Under, Ober und König Luzerner Sagenfiguren. Dabei haben es weibliche Figuren
auf die Ober und tierische Figuren auf die Under geschafft.

Da jede Bildkarte ihre eigene Geschichte hat, enthält das Etui nicht nur die Jasskarten, sondern
auch ein Heftchen, in dem die Geschichten zu den einzelnen Bildkarten nachzulesen sind. Zudem sind
Spielversionen zu diesen Karten beschrieben.

Gar Schauriges gibt es zu berichten aus dem Luzernerland und von seinen sagenhaften Bewohnern:
| Schellen-König | Pontius Pilatus | Seine Leiche liegt im Bergseelein oberhalb Luzerns und bringt Unwetter. |
| Schellen-Ober | Das Wiholz-Fraueli | Eine unheimliche verschleierte Dame bringt die Wanderer vom rechten Weg ab. |
| Schellen-Under | Die Hunde des Türst | Der Türst mit seiner Hundmeute jagt durch das Luzerner Land. |
| Eicheln-König | S'Wildmanndli | Wildmanndli behüten Tiere und Pflanzen am Pilatus. |
| Eicheln-Ober | D'Schträggele | Ein grässliches Weib im Gefolge des Türst entführt kleine Kinder. |
| Eicheln-Under | Der Pilatusdrache | Der Drache überfällt ahnungslose Wanderer und Vieh. |
| Schilten-König | Der Seegusler | Eine tropfnasse, nach Fisch stinkende Gestalt wandelt dem Ufer entlang. |
| Schilten-Ober | Die Pfaffenkellerin | Eine krumme, gehetzte Gestalt bringt Krankheit und Tod. |
| Schilten-Under | Die Raben | Die Raben im Geisterheer des Türst rauben und fressen und bringen Unglück. |
| Rosen-König | Der Ofen | Was man keiner Menschenseele sagen darf, muss man dem Ofen beichten. |
| Rosen-Ober | Die Teufelsbraut | Ob Teufelin oder Hexe, wer den falschen Herren in den Weg kommt, muss weichen. |
| Rosen-Under | Das Toggeli | Das Toggeli in Gestalt einer schwarzen Katze setzt sich nachts auf Deine Brust. |

Die Werte der Karten, auch das ist bei den Bildkarten besonders wichtig, weil diese keine Kronen tragen
und keine Symbole halten, sind in kleine goldene Wert-Balken am linken Rand eingeschrieben.

Zusätzlich zu den gewohnten 36 Jasskarten gibt es eine Pokal-Karte mit einem weissen Geist auf goldenem
Grund sowie eine blanke Joker-Karte. Damit sind weitere Spielvarianten möglich.
Die Rückseite zeigt ein weisses LU auf anthrazitfarbigem Grund.

Im hinteren Teil des Heftchens sind zwei Spiele beschrieben:
"Ciao Seppli"
Die Innerschweizer Variante, des bekannten Uno, mit Deutschschweizer Spielkarten.
"Der Schatz des Türst"
Ein für mich neues Spiel, das die Sagen um den Türst und sein Gefolge aufnimmt und dabei die besonderen Karten
des vorliegenden Spiels verwendet. Es braucht ein gutes Gedächtnis, Mut und Taktik.
Herausgeber dieser einmaligen Jasskarten ist hoodcards. Für Gestaltung und Konzept steht Marco Schmid,
für den Text im Heftli Dominic Deville.
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